Ein Hemd zu bügeln, kann ohne die richtige Ausstattung und ein gewisses Know-How schnell zur Qual werden. Nicht zuletzt deswegen gibt es viele Wäschereien, die diesen Service gleich mit anbieten. Kann oder möchte man jedoch das Geld dafür nicht Woche für Woche ausgeben, ist es wohl an der Zeit zu lernen, wie man ein Hemd richtig bügelt – ganz ohne Frust. Anbei findest Du ein paar Tipps wie man das Hemd in wenigen Schritten bügelt.

Hemd buegeln

1. Richtiges Bügelbrett

Zunächst sollte man sich ein richtiges Bügelbrett anschaffen, denn wer glaubt, ein Geschirrtuch auf der Küchenablage gäbe schon ein gutes Bügelbrett, darf sich über das Ergebnis nicht wundern.

2. Wichtigster Punkt: Das richtige Dampfbügeleisen bzw. Dampfbügelstation

Aber besonders am Bügeleisen selbst sollte nicht gespart werden. Ideal ist ein Dampfbügeleisen manuellem Dampfausstoß (Empfehlung: Tefal FV 4680). Diese Funktion kann sich gerade an hartnäckigen Stellen als sehr hilfreich erweisen. Bei einem gebrauchten Bügeleisen sollte man sicherstellen, dass die Bügelsohle frei von jeglicher Kalkbildung ist. Um dieser auch später vorzubeugen, empfiehlt es sich, ausschließlich destilliertes Wasser zu nehmen, da es frei von Mineralien ist. Das ist wichtig, weil es durch eine Verkalkung der Dampföffnungen schnell zu Flecken auf dem Hemd kommt.

3. Die richtige Temperatur

In der Regel kann man an den Bedienelementen ablesen, welche Hitzestufe sich für welchen Stoff eignet. So brauchen Hemden aus 100% Baumwolle eine höhere Hitzeeinstellung und einen größtmöglichen Dampfausstoß. Außerdem sollte man immer einen Blick auf das Etikett des Kleidungsstückes mit den Pflegehinweisen werfen.

4. Stärkespray

Auch Stärkespray sollte man stets zur Hand haben. Dabei empfiehlt es sich, vorher ein paar Mal auf einem alten Tuch o.ä. zu üben, da es klumpt, wenn es nicht gleichmäßig auf dem Stoff verteilt wird. Hier gibt es beliebte Dampfbügeleisen im Check.

Auf in die Praxis: So geht’s

Dann kann es losgehen: Zunächst wird der Kragen innen und außen eingesprüht und gebügelt. Danach sprüht man die verschiedenen Abschnitte des Hemdes ein und arbeitet sich mit dem Bügeleisen von oben nach unten vor. Die meisten Hemden haben auf der Rückseite ein aufgestepptes Hals- und Schulterteil, es ist wichtig, dieses noch einmal separat zu bügeln. Als nächstes werden die Ärmel geglättet. Dazu öffnet man die Manschetten und zieht die Ärmel so weit wie möglich über das Ärmelbrett, bis der Stoff straff gespannt ist. Aber Vorsicht: Zu viel Stärkespray auf den Manschetten kann den Stoff brüchig werden lassen, deswegen sollte man gerade so viel verwenden, wie es braucht, um die Ärmel mit einer edlen Bügelfalte, die gleichmäßig vom Schulterbereich bis zum Handgelenk verläuft, zu glätten.

Nun ist man fertig und sollte das Hemd möglichst bald aufhängen, damit es sein frisches Aussehen auch behält.